Freitag, 30. März 2007

Wünsche

Ich wünsche Dir:

Einen Frühlingstraum im Winter,
Lächeln lausbübischer Kinder,
frechen Wind in deinen Haaren,
Schuhe, die mal Schiffchen fahren,
Stehvermögen und viel Freude,
Ausstrahlung nicht nur für heute
Und auch kleine Melodien,
die durch deine Sinne ziehen,
guten Duft für deine Nase,
eine Rose für die Vase,
Kraft, dein Schicksal zu ertragen
Und im Dunkel nicht verzagen.

Als Stütze zwei starke Hände
Für Träume ein Fluggelände
Erreichen gesteckter Ziel
Zum Leben gute Gefühle
Mut und Kraft in den Zehen
Verzeihen und gutes Verstehen
Täglich ein Wort zum Bewegen
Und reichlich Gottes Segen


Waltraud Thomas

Freitag, 23. März 2007

STÜCK VOM HIMMEL

Warum in seinem Namen
Wir heissen selber auch
Wann stehen wir für unsere Dramen
Er wird viel zu oft gebraucht
Alles unendlich,
unendlich
Welche Armee ist heilig

Du glaubst nicht besser als ich
Die Bibel ist nicht zum Einigeln
Die Erde ist unsere Pflicht
Sie ist freundlich, freundlich, wir eher nicht

Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot
Hier ist dein Haus
Hier ist, was zählt
Du bist überdacht
Von einer grandiosen Welt

Religionen sind zu schonen
Sie sind für die Moral gemacht
Da ist nicht eine hehre Lehre
Kein Gott hat klüger gedacht
Ist im Vorteil, im Vorteil
Welches Ideal heiligt die Mittel

Wer löscht jetzt den Brand
Legionen von Kreuzrittern
Haben sich blindwütig verrannt
Alles unendlich,
warum unendlich, krude Zeit


Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot
Hier ist dein Heim
Dies ist dein Ziel
Du bist ein Unikat
Das sein eigenes Orakel spielt

Es wird zuviel geglaubt
Und zuwenig erzählt
Es sind Geschichten
Sie einen diese Welt
Nöte, Legenden

Schicksale, Leben und Tod
Glückliche EndenLust und Trost

Ein Stück vom Himmel
Der Platz von Gott
Es gibt Milliarden Farben
und jede ist ein anderes Rot
Dies ist Dein Heim
Dies ist unsere Zeit
Wir machen vieles richtig
Doch wir machens uns nicht leicht
Dies ist mein Haus
Dies ist mein Ziel
Wer nichts beweist
Der beweist schon verdammt viel

Es gibt keinen Feind
Es gibt keinen Sieg
Nichts gehört niemand alleine
Keiner hat sein Leben verdient
Es gibt genug für alle
Es gibt viel schnelles Geld
Wir haben raue Mengen
Und wir teilen diese Welt
Wir stehen in der Pflicht
Sie ist freundlich

Warum wir eigentlich nicht

Herbert Grönemeyer

Glück

Wie ein Schmetterling

Das Glück ist wie ein Schmetterling", sagte der Meister. "Jag ihm nach, und er entwischt dir. Setz dich hin, und er lässt sich auf deiner Schulter nieder." "Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?" "Hör auf, hinter ihm her zu sein." "Aber gibt es nichts, was ich tun kann?" "Du könntest versuchen, dich ruhig hinzusetzen, wenn du es wagst."

aus "Zeiten des Glücks" von Anthony de Mello

Freitag, 2. März 2007

Der Strick

Sei er noch so dick,
Einmal reißt der Strick.
Freilich soll das noch nicht heißen,
Daß gleich alle Stricke reißen.
Nein, im Gegenteil,
Mancher Strick bleibt heil.

Frank Wedekind
Albumblatt

Donnerstag, 1. März 2007

Was ist Leben?

Was ist Leben?

Es ist
das Aufbrechen der Erde im Frühling
der Duft der Blumen im Sommer
das Fallen der Blätter im Herbst
das Flackern einer Flamme
in einer kalten Winternacht
Es ist das sanfte Licht der Sterne in der Nacht

der verspielte Gischt einer brechenden Welle
das diamantene Funkeln des kristallweißen Schnees
das beherzte Lachen eines Kindes
voller Unschuld
Leben ist aber auch

der leise Flug eines Vogels,
der den Ruf vernimmt
und nun seine Reise antritt....


(Crowfoot)